<Platz da!> für noch mal erklären

Wer meldet sich schon wenn er*sie etwas nicht verstanden hat? Vor allem wenn alle um einen herum alles zu verstehen scheinen. Stop-Karten können helfen: bei großen Veranstaltungen also die Karten auf den Stühlen auslegen oder in der Tagungsmappe bereitstellen. Dazu allen Teilnehmer*innen erklären, dass sie die Karte kurz hochhalten müssen, damit der*die gebriefte Referent*in noch einmal in leichterer Sprache erklären kann. Bei uns ist die Karte rot oder rosa und es steht drauf “<Platz da!> für noch einmal erklären”. Es ist aber egal welche Farbe die Karte hat und ob sie mit Worten oder Piktogrammen gestaltet ist. Hauptsache ihr Zweck ist allen deutlich. Einfach mal ausprobieren!

Foto: Jana van Beek

Bildbeschreibung: Zu sehen ist ein Foto. Auf diesem ist die Folie einer Präsentation dargestellt, die groß an die Wand projiziert wird. Davor steht Stefanie Wiens. Sie erklärt dem Publikum die Folie, auf der steht: „Kommunikation zwischen allen Menschen wird durch den Einsatz von Stop-Karten erleichtert. Halten Sie die rosa Karte hoch wenn: es Ihnen zu schnell geht, etwas nochmal erklärt werden soll.“

Tolles Feedback und Ausstellungs-Empfehlung (nur noch bis 27.11.!)

Das Team von District Berlin Schule ohne Zentrum will auf unterschiedlichen Ebenen barriereärmer werden und wir berieten sie dazu. Im Rahmen der Ausstellung „On Illness, Resistance and Modes of Collective (Health)Care“ (Über Krankheit, Widerstand und Formen Kollektiver (Gesundheits)Fürsorge) wurden einige Maßnahmen umgesetzt, z.B. eine Bildermappe als Wegbeschreibung, Piktogramme in der Ausstellung zur Orientierung, Texte in Großdruck und ausgewählte Objekte zum Anfassen.

Das Team von District sagt selbst: “Die im Rahmen der Ausstellung begonnenen Aktionen sind ein Anfang. Wir wollen uns dafür Zeit nehmen. Zeit zum Gemeinsam lernen und verlernen. Und mehr Platz machen für Anteilgabe anstelle von Anteilnahme! (Zitat Anneli Schütz aus dem Team).”Was bleibt uns da noch zu sagen? JA, genau und DANKE für die tolle Zusammenarbeit in 2021!

Bildbeschreibung: Zu sehen ist ein Foto mit darübergelegtem Text. Der Text ist ein Zitat vom Team von District Berlin und lautet: „In einem sehr wertschätzenden Austausch mit <Platz da!> konnten wir unsere eigenen und die strukturellen Barrieren besser kennenlernen und wahrnehmen.“ Das Foto stammt aus der Ausstellung. Es zeigt das Piktogramm für „Fühlen/(Schlechte) Gefühle“, einen lächelnden und einen weinenden Smiley, neben drei Textilarbeiten von Sophie Utikal aus der Serie “When they returned to their bodies, they returned home” (Als sie in ihren Körper zurückkehrten, kehrten sie nach Hause zurück.), die „Feel“ (Fühlen), „Perceive (Empfangen)“ und „Rest (Ruhen)“ heißen und darstellen.

Mitgliederversammlung vom <Platz da!> Verein

In Deutscher Gebärdensprache, leichter und schwerer Sprache haben wir uns zu unserer Beitragsordnung ausgetauscht und diese beschlossen.
Alleine das Wort “Beitrags-Ordnung” ist kompliziert und braucht Erklärung!

Worum geht es? Darum, wie wir es möglichst vielen Menschen ermöglichen können, in unseren Verein einzutreten, also: wie geht das und was es kostet es?

Jetzt sind wir dabei die entsprechenden Beitrittsformulare und Erklärungen zu formulieren und pünktlich zum neuen Jahr 2022 wird es dann endlich möglich sein: Sie können Mitglied werden! Wir erinnern dann auch auf diesem Kanal noch mal daran. 😉

Bildbeschreibung: Zu sehen ist ein Foto: Stefanie Wiens lächelt in die Kamera. Sie hat ein hellbraunes T-Shirt an und eine Brille auf. Hinter ihr steht ihr Laptop auf dem Tisch. Auf dem Bildschirm ist die Zoom-Konferenz der <Platz da!> Mitgliederversammlung zu sehen.

Bildbeschreibung bitte!

Bildbeschreibungen fehlen eigentlich überall – online auf Websites und offline, z.B. im Museum. Die frustrierende Erfahrung vom Screenreader (Vorlese-Funktion) nur vorgelesen zu bekommen “Grafik 1” oder im Museum auf ein Bild mit den Worten hingewiesen zu werden “Wie Sie hier auf dem Bild sehen…” kennen viele Menschen aus dem <Platz da!> Team.

Deshalb finden wir dieses Projekt so toll: https://bildbeschreibungen.com/reporter/

Liebe blinde und sehbehinderte Menschen, schickt ein Bild, welches Ihr gerne beschrieben haben wollt, an dieses Projekt.

Liebe Guckis (sehende Menschen 😊 ), stellt Euch zur Verfügung, um dieses Bild zu beschreiben!Wir können nur sagen: die gemeinsame Annäherung an ein anscheinend offensichtliches Bild ist ein ungewisses Abenteuer, auf dessen Einlassen sich lohnt. Oder: seit wann sehen denn zwei Guckis das gleiche?

Was ist die wichtigste Zutat für Inklusion?

Darüber lässt sich lebhaft diskutieren, aber eine sehr wichtige Zutat ist unbestreitbar Geld. Trotzdem legen wir immer Wert darauf, auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit zu vermitteln, die ohne (viel) finanzielle Ressourcen umgesetzt werden können.

Mit dem Team vom Museum Parchim trafen wir auf Menschen, die sofort auf unsere Vorschläge reagierten. Sei es ein taktiler Zauberwürfel (Rubik’s Cube), der kurzerhand für die Ausstellung bestellt wurde oder einfach die Anpassung der Informationen zur Barrierefreiheit auf der Website.

So macht Beratung einfach Spaß! Im Abschlussworkshop mit dem Team vom Museum Parchim (siehe Zoom-Bild) wurden wir dann auch mit tollen Antworten auf die Frage “Deine Zutat für Inklusion?” belohnt: Wille, Zusammen, Bewegung, Transparenz, Inspiration und Offenheit.

Bildbeschreibung: Bildschirmfoto aus dem Abschlussworkshop von <Platz da!> und dem Museum Parchim via Zoom. Die sieben Teilnehmer*innen halten verschiedene Begriffe in die Kamera. Die Begriffe sind Zutaten für Inklusion und lauten: Offenheit, Zusammen, Bewegung, Wille, Transparenz und Inspiration.