Tolle Broschüre „Behinderung im Spielplan“

Diese Broschüre von Diversity Arts Culture ist bereits vom letzten Jahr, aber ein Hinweis auf sie nie zu spät, da sie absolut lesenswert ist. In sechs Interviews erzählen verschiedene Menschen mit Behinderungen über ihre Erfahrungen im Kulturbetrieb: dabei geht es um ihren Weg in den Kulturbetrieb, genauso wie Barrieren in ihm und Wünsche an ihn.

Hier der Link zum selber lesen als barrierefreies PDF: https://diversity-arts-culture.berlin/…/behinderung-im…

Und bitte beim Lesen nie vergessen, dass es viele Menschen mit Behinderungen gibt, die über keine Erfahrungen im Kulturbetrieb berichten können, da sie schlicht nie einen Weg reingefunden und somit keine Erfahrungen haben!

Bildbeschreibung:
Erstes Foto. Die Vorderseite der Broschüre von Diversity Arts Culture ist zu sehen. Sie hat ein rechteckiges Querformat und der Umschlag ist mit dunkelblauen und lilanen Vielecken gestaltet. In Braille sowie Schwarzschrift steht auf ihr geschrieben: „Behinderung im Spielplan / Zugänge in den Kulturbetrieb / Eine Broschüre von Diversity Arts Culture“.

Zweites Foto. Auf dem Foto ist ein Ausschnitt aus der Broschüre dargestellt. Zu lesen ist das Zitat „Die Behinderung an sich ist noch keine Kunst.“ in weißer Schrift auf einer lila Form.

Wechsel hinter den Kulissen

Mirjam Ottlewski ist Vollzeit in die bezirkliche Inklusions-Ebene gewechselt…und hat eine Tüte voller Entspannung, bunte Blumen und schöne Erinnerungen dagelassen. Danke, Miri, für Dein Engagement und Deinen Einsatz bei <Platz da!> und schön, dass Du uns als Gründungsmitglied des Vereins weiter erhalten bleibst.

Als organisatorische Unterstützung und 2. Vorsitzende des Vereins ist jetzt Anne Kettwig dabei. Schön, dass Du dabei bist und stell Dich gerne selber hier vor : )

„Ich bin Anne, 35 Jahre alt, wohne mit meiner Familie in Leipzig und unterstütze Steffi. Wir haben zusammen Kultur und Management studiert und ich bin froh, dass sich unsere Wege vor etwa einem Jahr erneut gekreuzt haben. Beruflich war ich schon in einigen Bereichen unterwegs: Bustouristik, Projektassistenz für Jugend-Musikprojekte oder auch Vertrieb von IT-Produkten. Hauptberuflich arbeite ich seit einem Jahr bei einer Bank und habe viel mit Computern und Dokumentation zu tun. Aber ich lasse auch gern meine Gedanken um kreative und künstlerische Ideen kreisen. Dafür ist in meinem Job natürlich nicht wirklich Platz. Da kam Steffis Anfrage, ob ich nicht bei <Platz da!> mitmachen möchte, gerade recht. Und hier bin ich nun : )“

Bildbeschreibung:

Eine Collage aus zwei Fotos:
Links ein Portraitfoto von Anne Kettwig, der neuen organisatorischen Unterstützung und 2. Vorsitzende im Verein <Platz da!>. Zu sehen ist ihr Gesicht und ein kleiner Teil des Oberkörpers. Anne ist zur Seite gewandt und dreht ihren Kopf lächelnd zur Kamera. Sie hat leuchtend rot gefärbte, halb lange Haare, trägt eine Brille und einen weiß-rot-blau gemusterten Schal über einem dunkelblauen Oberteil.

Auf dem Fotos rechts ist das Abschiedsgeschenk von Mirjam Ottlewski zu sehen. Eine weiße Geschenktüte mit dem <Platz Da!> Logo steht auf einem Tisch. Das Logo ist mit schwarzem Stift auf die Tüte gemalt. Dahinter steht ein Blumenstrauß mit roten und orangenen Blüten.

Dieses Jahr verzichten wir auf geschriebene Weihnachtspost und grüßen auf diesem Wege alle Kooperationspartner*innen, Kund*innen und Unterstützer*innen!

In Bildern zeigen wir, wie „Schöne freie Tage“ in Braille-Schrift, Deutscher Gebärdensprache und gelormt aussieht.

Zum selbst übersetzen hier noch einmal die Links:

Von Schwarz- zu Braille-Schrift: https://www.brailletranslator.org/de.html

Von Lautsprache ins Deutsche Gebärdensprachen-Alphabet: https://fakoo.de/finger-namen.html

Infos und Anleitung zum Lormalphabet:https://www.dbsv.org/lormen.html

Bildbeschreibung:

1. In einem grauen Rahmen steht in schwarz auf weißem Hintergrund der Text: „Frohe Weihnachten allen, die feiern und schöne freie Tage für alle!“ Darunter ist das schwarze Icon einer Schneeflocke platziert. Hinter dem Rahmen fallen weiße Schneeflocken herunter.

2. Schwarzer Text auf weißem Grund: „“Schöne freie Tage“ in Braille-Schrift (oder auch Blinden-Schrift):“ Darunter ein Bild des Satzes in Braille-Schrift. Zuletzt der Link zur Webseite, um sich selbst Schwarz- zu Braille-Schrift zu übersetzen: www.brailletranslator.org/

3. Schwarzer Text auf weißem Grund: „“Schöne freie Tage“, buchstabiert in Deutscher Gebärdensprache:“ Darunter ein Bild des Satzes in Gebärdernsprache. Zuletzt der Link zur Webseite, um sich selbst Lautsprache ins Deutsche Gebärdensprachen-Alphabet zu übersetzen: www.fakoo.de/finger-namen.html

4. Schwarzer Text auf weißem Grund: „Versucht selbst „Schöne freie Tage“ in Eure Hand zu lormen (Tastalphabet taub-blinder Menschen) „Darunter ein Bild des Lormalphabets. Zuletzt der Link zum Bild und mehr Infos zum Thema Lormen: www.dbsv.org/lormen.html

Vorstellung: Katrin Dinges

Weiter geht die Vorstellungsrunde des <Platz da!> Teams. Lest dazu Katrin Dinges‘ (rechts im Bild) eigene Worte:

„Ich bin inklusive, diversitätssensible Kulturvermittlerin, u.a. bei <Platz da!> und dort von Anfang an (2017@ngbk_berlin) dabei.

Ich bin außerdem Künstlerin und schreibe Gedichte sowie Essays, habe früher viel zeitgenössischen Tanz gemacht und interessiere mich für haptische Kunst (alles, was man gut fühlen kann).

Ich mag den sowohl digitalen als auch analogen Ansatz von <Platz da!>. Außerdem finde ich den inklusiven Prozess und die gegenseitige, solidarische Unterstützung von so unterschiedlichen Menschen im Team spannend.

Auch dass wir ständig voneinander lernen, neue Formate ausprobieren und uns gegenseitig für die unterschiedlichen Zugangsbedürfnisse sensibilisieren, bedeutet mir sehr viel. Ich lerne immer wieder neue Perspektiven kennen, was mich enorm bereichert.

Weil ich da so kreativ sein und meine Fähigkeiten am besten entfalten kann, begeistert mich vor allem die inhaltliche Workshop-Arbeit und die Kunst- und Kulturvermittlung.
Ich wünsche mir, diese spannenden Sachen mehr machen zu können und weniger erklären zu müssen, was ich für eine „Behinderung“ habe, was ich alles nicht kann, statt was ich kann und mag oder wie ich kommuniziere.“

Bildbeschreibung:
Ein Foto aus einer Ausstellung der nGbK (neue Gesellschaft für bildende Kunst). Es ist 2017 entstanden. Darauf ist Katrin Dinges zu sehen. Sie sitzt frontal zur Kamera und lacht; nur ihr Oberkörper ist zu sehen. Ein*e Assistent*in, deren Arm Mensch ausschließlich sieht, berührt leicht ihre offene Handfläche, die auf ihrem Bein ruht. Diese lormt (wendet das in die Hand getippte taub-blinden Alphabet an).

Katrin Dinges trägt einen rot und rosa gestreiften Pullover und eine Kette mit bunten Kugeln (Gelb-, Orange- und Brauntöne).

Links vor ihr sitzt, seitlich zu sehen, Stefanie Wiens. Auch sie ist nur mit dem Oberkörper zu sehen. Sie hat ihr Kinn auf dem rechten Arm abgelegt, trägt einen Hut, lächelt und schaut nachdenklich nach rechts auf etwas außerhalb des Bildes.

Links von Katrin Dinges steht ihr Name geschrieben. Vom Namen zu Katrins Gesicht zeigt ein schwarzer Pfeil.

Persönliches Budget

Was ist das Persönliche Budget? Und wie lebt Mensch damit? Was ist der Unterschied zum Leben in Betreuung? Wie findet Mensch Assistent*innen?

Diese Fragen beantwortet Svenja Steinke, ebenfalls Teil des <Platz da!> Teams, im barrierefreie Film, also ansehen (Untertitel vorhanden) und anhören (Audiodeskription vorhanden).