„Soziale Gerechtigkeit ist das Recht auf Diversität/Vielfalt in allen Gesellschaftsbereichen!“

Das sagt Katrin Dinges , die auch Teil des <Platz da!> Teams ist, in einem Artikel der taz aus dem August.
Wir können dem nur zustimmen und möchten hier den Perspektivwechsel anregen: Es geht nicht nur darum, dass alle Menschen Zugang zu allen Gesellschaftsbereichen haben und diese damit vielfältig machen, sondern auch darum, dass allen Menschen, auch denjenigen, die schon lange Zugang haben, ihr Recht verwehrt bleibt, Vielfalt als Bereicherung zu erleben.

Lesen Sie bitte im Artikel weiter, was die anderen Interviewten sagen, was für sie soziale Gerechtigkeit ist:
https://taz.de/Protokolle-zum-Klassenkampf/!5789504/

Bildbeschreibung: In schwarzer Schrift in einem grauen quadratischen Rahmen ist folgendes Zitat von Katrin Dinges aus dem <Platz da!> Team zu lesen: „Soziale Gerechtigkeit ist das Recht auf Diversität/Vielfalt in allen Gesellschaftsbereichen!“

Begegnungen in der Klosterruine und im Bärenzwinger

Vermittler*innen-Tandems aus dem <Platz da!> Team begegneten seit Juli diesen Jahres Schüler*innen aus sogenannten “inklusiven Klassen” in der Klosterruine und im Bärenzwinger.

Diese beiden historischen Berliner Orte und ihre heutige Nutzung als Orte für zeitgenössische Kunst und Kultur, boten viele Anknüpfungspunkte an das Leben der Schüler*innen – natürlich mit den richtigen Vermittlungsmethoden.

So entstand an beiden Orten ein Zeitstrahl mit einer Jahresebene, einer Bild-Ebene zum Schauen und einer Gegenstands-Ebene zum Tasten. Im Team sind wir längst überzeugt, dass inklusive Vermittlungsmethoden für alle toll sind…und dann immer wieder (fast) überrascht über Euer gutes Feedback, liebe Schüler*innen, Lehrer*innen und Begleiter*innen.

Wir freuen uns darüber und fragen uns gleichzeitig: Wie oft werden Vermittllungs-Workshops an Euren Bedürfnissen vorbei geplant?

Das Vermittlungsprogramm wird ermöglicht durch den Bildungsverbund “Educationnetzwerk der kommunalen Galerien” und gefördert durch das Programm „Lokale Bildungsverbünde nachhaltig sichern und stärken“ der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Bildbeschreibungen:

1. Patrick Marx aus dem <Platz da!> Team gebärdet seinen Zugang zu den Kunstwerken im Bärenzwinger Berlin. Er zeigt auf eine Art Mobile an der Decke.

2. Ein Pfeil zeigt auf einen Text auf weißem Hintergrund. Der Text lautet: „Vermittler*innen-Tandems aus dem <Platz da!> Team begegneten seit Juli Schüler*innen aus sogenannten “inklusiven Klassen” in der Klosterruine und im Bärenzwinger – Kunstorte in Berlin.“

3. Stefanie Wiens und Patrick Marx aus dem <Platz da!> Team stehen im Bärenzwinger und sprechen mit einer Schüler*innengruppe. Unter dem Foto die Beschreibung: „Stefanie Wiens und Patrick Marx machen die Geschichte des Bärenzwingers erlebbar.“

4. In der Klosterruine Berlin ist ein Zeitstrahl auf den Boden gemalt. Daneben steht eine Reihe von Stühlen. Auf den Stuhllehnen stehen die Jahreszahlen (Wann?), auf der Sitzfläche liegen die entsprechenden Bilder (Was?) und auf dem Boden ein Gegenstand (Was? Wer?).

5. Kunstwerke der Schüler*innen, die zu einem Bild des Zeitstrahls im Bärenzwinger entstanden sind. Alle Zeichnungen sind mit schwarzer Kreide gemalt.

6. Auf einer Mauer der Klosterruine ist ein menschlich großes Plakat mit der Tuschezeichnung eines Mönchs angebracht. Darunter liegen weitere Zeichnungen. Neben dem Foto die Beschreibung: „Dank der Schüler*innen werden die Mönche in der Klosterruine wieder zum Leben erweckt.“

7. Patrick Marx aus dem <Platz da!> Team gebärdet seinen Zugang zu den Kunstwerken im Bärenzwinger Berlin. Er zeigt auf eine Art Mobile an der Decke.

8. Mauer der Klosterruine Berlin mit einem Erker, der mit einer Mauer aus bunten Bausteinen am unteren Ende zugemauert wurde. Über dem Foto die Beschreibung: „Die Klosterruine um- und weiterbauen.“

9. Auf weißem Hintergrund sind die Logos von <Platz da!>, Bezirksamt Mitte Berlin und Kultur Mitte zu sehen. Außerdem ist rechts das Wort „Begegnungen“ zu lesen.

„Assistenzhund willkommen – hier und überall“

Das ist der Slogan der gemeinnützigen Organisation Pfotenpiloten. Diese klärt über das wichtige Thema der Assistenzhunde auf.

Da diese bzw. deren bedingungslose Akzeptanz in unserer Beratung auch immer wieder eine wichtige Rolle spielen, hier der Hinweis zu ihrer Website: https://www.pfotenpiloten.org/zutrittskampagne/.

Neben Informationsbroschüren (auch in Leichter Sprache!) können auch Sticker bestellt werden, die schon an der Tür von Einrichtungen darüber aufklären, dass Assistenzhunde und damit viele Menschen, die auf diese angewiesen sind, Zutritt haben.

Dieses Menschenrecht ist nicht verhandelbar, also mitmachen!

Icon © Yo Szczepanska

Bildbeschreibung: Auf dem Foto sind Materialien der Organisation Pfotenpiloten zu sehen. Flyer und Aufkleber liegen auf einem geöffneten Magazin. Die Aufkleber tragen die Aufschrift „Assistenzhund willkommen“ und die Flyer „kurz&einfach: Menschen mit Assistenzhunden“

“Inklusion bedeutet Entschleunigung!”

Stefanie Wiens und Katrin Dinges wurden von der Kunsthalle Osnabrück zu deren Jahresthema “Barrierefreiheit” interviewt. Die Fragen waren so toll, dass auch die Antworten entsprechend in die Tiefe gehen, aber bitte selber lesen. Der gleichnamige Reader ist hier als barrierefreies PDF herunterzuladen:

https://kunsthalle.osnabrueck.de/…/reader…

Eine Kostprobe daraus: “Bei uns braucht alles Zeit. Und weil die Institutionen meist zu wenig Zeit haben, braucht es <Platz da!> überhaupt noch. Weil wir uns eine andere Arbeitswelt und -realität schaffen müssen, die inklusiver ist, um unsere Arbeit überhaupt machen zu können (…).

Den meisten ist nicht einmal bewusst, dass ihre Arbeitsweise Menschen ausschließt. Wir versuchen hier Gegenmittel zu finden. Und tatsächlich wollen die meisten Mitarbeiter:innen der beratenden Einrichtungen das auch – mit oder ohne Behinderung.

Weil sie gar nicht so arbeiten wollen; weil sie darunter leiden, immer nur zu produzieren ohne zu reflektieren. Inklusion bedeutet Entschleunigung. Und ohne Entschleunigung wird es keine Veränderung im Kunstbetrieb geben.”

Bildbeschreibung: Ein Stapel neongelber Reader der Kunsthalle Osnabrück liegen auf einem blauen Sofa. Daneben liegt eine pinke Postkarte mit der Aufschrift: „Was ist eine Institution? What is an institution?“ Darunter befindet sich auf weißem Hintergrund der Satz: Inklusion bedeutet Entschleunigung! Daneben ist eine einfach Illustration einer schwarzen Sprechblase mit einem weißen Ausrufezeichen darin.

Heute möchten wir eine Kund*innenstimme mit euch teilen, die uns viel Freude gemacht hat. Jennifer Smailes von der Kunsthalle Bremen schrieb:

„[…] ein ganz herzlicher Dank geht an euch alle für die wunderbare Begleitung unseres Teilhabeprozesses bei der Neugestaltung der Wegeleitung der Kunsthalle Bremen.

Die einfache Orientierung im Museum ist ein so wichtiger Faktor dafür, dass sich alle Besucher*innen bei uns wohl fühlen. […]

Damit dieser Prozess fair, einfach, effizient und zugänglich abläuft, habt ihr uns zu Fragebögen und Ablauf der Fokusgruppentreffen beraten. Besonders wertvoll war auch eure Aufbereitung der Ergebnisse im Rahmen eines Workshops mit Hausleitung, Mitarbeitenden und der Gestaltungsagentur one/one.

Dabei habt ihr nicht nur auf die Notwendigkeit inklusiver Gestaltung hingewiesen, sondern mit großer Klarheit geholfen, einfache und umsetzbare Lösungen für bestehende Barrieren zu finden.

Ich hoffe, wir arbeiten auch in der Zukunft gemeinsam an Projekten für offenere Museen zusammen!“

Danke, liebe Jennifer! Diesen Wunsch können wir nur zurückgeben – auf ein Wiedersehen beim nächsten Projekt!

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist ein Teil des neuen Wegeleitsystems der Kunsthalle Bremen zu sehen, welches aus Schrift und Piktogrammen besteht und wozu das Team von <Platz da!> beraten hat.

Darunter ist folgendes Zitat von Jennifer Smailes von der Kunsthalle Bremen zu lesen: „[…] ihr habt nicht nur auf die Notwendigkeit inklusiver Gestaltung hingewiesen, sondern mit großer Klarheit geholfen, einfache und umsetzbare Lösungen für bestehende Barrieren zu finden.“